Das Tor zum großen Ganzen: Bewusst wahrnehmen und kleine Veränderungen anerkennen 2



Führe folgende Übung durch: Schließe deine Augen, gehe kurz in die Stille und atme dabei ein paar mal tief ein und aus. Dann nimm wahr, was sich in dir verändert hat. Gibt es einen minimalen Unterschied zu vorher? Kannst du eine positive Veränderung feststellen? Wie gesagt: Es geht hier um Nuancen / Feinheiten. Wenn ja, dann erkenne dies an. Durch die Anerkennung öffnest du eines der Tore, hinter denen das Potenzial für großes persönliches Wachstum liegt. Auf diesen Feinheiten, diesen Nuancen kannst du aufbauen und etwas großes Neues entstehen lassen. Mittel- und langfristig wirst du dadurch ganze Berge versetzen.
Um dieses Coaching Tool zu üben, kannst du auf eines oder alle dieser vorangegangenen Tools zugreifen:
Coaching Tool 1 - Atmung
Coaching Tool 2 - Solarplexus
Coaching Tool 7 - Wurzeln schlagen
Versuche beim Umsetzen dieser Tools und unmittelbar danach, jede noch so kleine positive Veränderung bewusst wahrzunehmen und erkenne diese an. Wie bereits erwähnt, geht es hier um kleine Nuancen. Der Vorteil von drei wechselnden Coaching Tools besteht darin, dass du mehr Möglichkeiten zum Ausprobieren hast. Solltest du erst vor Kurzem meinen Newsletter abonniert haben, reicht es aus, wenn du dich auf eines der Tools konzentrierst.
Ich wünsche dir viel Spaß bei der Umsetzung.

Da ich das Tool schon seit meiner Ausbildung zum Schauspieler intensiv anwende, werde ich an diesem Punkt von meiner neuesten Erfahrung berichten: Vor einiger Zeit habe ich mit
einer buddhistischen Meditation begonnen. An einer Stelle in dieser Meditation geht es darum, körperliche Leichtigkeit zu erfahren. Das fiel mit nicht ganz leicht, da es das Gegenteil von dem war, was ich bisher kennengelernt hatte. Im autogenem Training, mit dem ich mich früher ebenfalls beschäftigt hatte, ging es darum eine Schwere des ganzen Körpers herbeizuführen. Durch diese sollte eine intensive Entspannung aller Glieder erreicht werden. Diese Methode, auf die ich hier nicht nähere eingehen werde, war mir vertraut. Aber Leichtigkeit? Wie sollte das funktionieren? Allein durch meine Vorstellung? Dann bekam ich einen gut Tipp: „Gehe mit deinem Bewusstsein durch deinen ganzen Körper und nehme die Stellen wahr, die sich in diesem Moment besonders leicht anfühlen.“ Das probierte ich aus. An diesen Körperstellen orientierte ich mich und ich erkannte die dortige Leichtigkeit an. Nach mehreren Mediationen gelang es mir, diese auf andere Bereiche meines Körpers auszudehnen. Irgendwann fühlte sich mein ganzer Körper leicht an. Aus einer Kleinigkeit, erschuf ich schließlich etwas Großes.

Coach - Sven Blumenrath